Maturitätsschule für Erwachsene (MSE)

Die 1990 gegründete Maturitätsschule für Erwachsene (MSE) ist eine vom Kanton Luzern getragene Schule des zweiten Bildungsweges. An ihr erwerben Erwachsene verschiedenster beruflicher Herkunft und unterschiedlichen Alters die Voraussetzungen für ein Universitätsstudium.

Die MSE bietet 2 Lehrgänge an; den gymnasialen Lehrgang (berufsbegleitend, 3½ Jahre) und den Passerellen-Lehrgang (von der Berufsmatura zur universitären Hochschule, 1 Jahr). Im Weiteren besteht die Möglichkeit eines individuellen Einstiegs in ein höheres Semester des gymnasialen Lehrgangs, so z.B. für Fachmatura-Absolventinnen und Absolventen.

Die MSE ist die einzig öffentliche Maturitätsschule für Erwachsene in der Zentralschweiz und nimmt so einen wichtigen Bildungsauftrag über die Kantonsgrenze wahr. Die/den eigentliche/n MSE-Studierende/n gibt es nicht; zu unterschiedlich sind die Situationen, die die Studierenden bewegen, sich auf den anspruchsvollen zweiten Bildungsweg zu begeben. Allen gemeinsam ist aber das Ziel, sich mit einem universitären Hochschulzugang neue Perspektiven zu eröffnen. Das MSE-Schulsystem basiert auf der Kombination von Selbststudium und Direktunterricht und bereitet erwachsenengerecht auf die internen, schweizerisch anerkannten gymnasialen Maturitäts- und Ergänzungsprüfungen vor.

Motivation, Durchhaltevermögen, gutes Zeitmanagement und Freude am Lernen sind wesentliche Voraussetzungen für den Erfolg. Die Studierenden werden auf ihrem Weg zum Ziel durch kompetente, motivierte Lehrpersonen mit Erfahrung in der Erwachsenenbildung begleitet und unterstützt. Dabei wird Wert auf ein inspirierendes und motivierendes Schulklima gelegt, das durch Wertschätzung, Engagement und eine offene Gesprächskultur geprägt ist.

"Durch die für die MSE benötigte Disziplin zum Selbststudium und durch den Durchhaltewillen war ich für die ETH optimal vorbereitet. Die MSE ermöglichte mir den Zugang zu meinem Traumstudium, so dass ich heute eine interessante, verantwortungsvolle und vielseitige Berufstätigkeit habe." Marlen Koch-Mathis, von der kaufmännischen Angestellten zur Agrarwissenschaftlerin.