Zusammenfassung:
Die Maturaarbeit von Lena Graber untersucht den Einfluss des weiblichen Zyklus auf die Leistungsfähigkeit von Fussballerinnen im Breitensport. Ziel ist es, theoretische Erkenntnisse mit subjektiven Wahrnehmungen zu vergleichen sowie die Rolle hormoneller Verhütung und zyklusorientierten Trainings zu analysieren.
Die Methodik umfasst eine Umfrage bei Fussballerinnen aus dem Breitensport sowie Experteninterviews mit einer Nationalspielerin und einer Trainerin.
Die Ergebnisse bestätigen die Theorie: In der Menstruations- und Lutealphase dominieren Symptome wie Schmerzen und Müdigkeit, während die Follikelphase als leistungsfähigste Phase mit hoher Energie wahrgenommen wird. Spielerinnen mit hormoneller Verhütung berichten von geringeren Schwankungen.
Würdigung:
Die Maturaarbeit von Lena Graber befasst sich mit der aktuellen Thematik des Einflusses des weiblichen Zyklus auf die körperliche Leistungsfähigkeit von Fussballerinnen. Die Verfasserin vergleicht fundierte theoretische Grundlagen mit subjektiven Wahrnehmungen aus der Praxis und analysiert dabei auch die Rolle hormoneller Verhütungsmittel.
Methodisch überzeugt die Arbeit durch ein sauberes Vorgehen, das eine breite Umfrage im Breitensport mit qualitativen Experteninterviews kombiniert. Die Resultate sind sowohl für den Breiten- als auch für den Leistungssport von grossem Interesse. Die Arbeit zeigt eindrücklich auf, dass zyklusorientiertes Training ein erhebliches Potenzial für die Leistungssteigerung, die Verletzungsprävention und das allgemeine Wohlbefinden der Sportlerinnen birgt.