Zusammenfassung:
Lorin Trösch von Egolzwil LU untersuchte im Rahmen seiner Maturaarbeit den Bestand der Feldlerche (Alauda arvensis) in der Wauwiler Ebene. Dieser Vogel lebt in offenen Landschaften wie Feldern und Wiesen und ist ein Bodenbrüter. Dieser Anspruch steht in starker Konkurrenz zu intensiver Landwirtschaft. Die Bestände der Feldlerche sind zurückgegangen und sie wird in der Schweiz auf der Roten Liste als verletzlich eingestuft. Der Rückgang der Art ist auch in der Wauwiler Ebene weit fortgeschritten. Lorin Trösch untersuchte diese Entwicklung bis zum heutigen Zeitpunkt und setzte sich zum Ziel, eine Entwicklungstendenz für kommende Jahre zu skizzieren. Er konnte neun Reviere ausscheiden und beobachtete die einzelnen Paare intensiv. Daneben erfasste er weitere Parameter wie z.B. die Art der Bewirtschaftung der untersuchten Flächen. Leider konnte er keinen Bruterfolg nachweisen. Die Prognose bezüglich positiver Entwicklung der Bestände beurteilte Lorin Trösch somit eher düster.
Würdigung:
Lorin Tröschs Interesse an Ornithologie besteht schon lange. Seine Begeisterung und sein Interesse an der Thematik waren spürbar. Er arbeitete sehr gewissenhaft, genau und zuverlässig. Erforderliche Erfassungsprotokolle und -karten erstellte er z.T. selber und bereitete die Daten so auf, dass sie in die von der Vogelwarte benutzten Erfassungstools eingebaut werden konnten. Anlässlich einer gemeinsamen Begehung seiner Untersuchungsflächen in der Wauwiler Ebene konnte er äusserst kompetent seine Untersuchungsmethode vorstellen und zeigen, dass er sich sattelfest im Thema bewegen konnte. Er arbeitete im Rahmen einer Untersuchung der Schweizerischen Vogelwarte Sempach und leistete hinsichtlich der Erforschung des Bestandes der Feldlerche einen wertvollen Beitrag.