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Fokus Maturaarbeit

Schmidiger Amelie

Poster Schmidiger Amelie

Titel der Maturaarbeit:

Von der eigenen Traumwelt zum gestalterischen Produkt

Schule:

Kantonsschule Beromünster

Betreuer/-in:

Flavia Steiger

Kategorie:

Bildende Künste (BG), Musik und Theater (DE, MU, TH, SP)

 

Poster: Zum Lesen und Herunterladen

Zusammenfassung: 

Amelie Schmidiger beschäftigt sich in ihrer Maturaarbeit mit ihren Träumen. Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Fragestellung, wie sie ihre, in einem in starker Bild- und Wortsprache verfassten Traumtagebuch zeichnerisch festgehaltenen Träume in ein gestalterisches Produkt übersetzen kann.
In ihrer Arbeit beleuchtet sie das Phänomen Traum wie auch ihre eigenen Traumwelten aus verschiedenen Perspektiven: Sie beschreibt natur- und geisteswissenschaftliche Aspekte der Träume, erklärt die Entstehung von Träumen, thematisiert die Traumdeutung ebenso wie neuere Erkenntnisse der Traumforschung. Sie zieht auch kunstgeschichtliche Bezüge zum Surrealismus mit ein.  Am Schluss des offenen Gestaltungsprozesses steht eine sowohl in Farbe, Form wie auch in Material radikal reduzierte Raumkonzeption, vermittelt durch ein dreidimensionales schwarz-weisses Raummodell. Darin ähnelt das gestalterische Werk dem Traum, von dem zwar konkrete Gefühle, nicht aber etwas greifbar Materielles zurückbleibt.

 

Würdigung: 

In einer Zeit, in der digitale Tools die Weltwahrnehmung dominieren, legt die Autorin eine Maturaarbeit vor, in der sie sich bewusst und reflektiert auf einen individuellen Wahrnehmungsprozess einlässt und dazu Schritt für Schritt ein eigenständiges, gestalterisches Produkt entwickelt. Das gestalterische Werk wird über viele Varianten und Zwischenschritte erforscht, weiterentwickelt und verdichtet, wobei alle gestalterischen Schritte und Entscheide gut beschrieben und nachvollziehbar sind. Es werden laufend Kriterien entwickelt, an denen sich die Arbeit ausrichtet. Die Autorin zeigt darin einen spannenden Prozess von der imaginierten Gegenständlichkeit der erlebten Traumwelt in zweidimensionalen Bildern bis zur Ungegenständlichkeit in Form einer gesamtsinnlich angedachten Raumerfahrung.