Zusammenfassung:
Diese Maturaarbeit behandelt künstliche Photosynthese, die eine verbesserte CO2 Einbindung in Algen, Pflanzen oder Bakterien ermöglichen soll. Dies geschieht durch alternative CO2 Bindungszyklen, ermöglicht durch modifizierte Enzyme. Zwei davon wurden untersucht. Ziel war es, das Enzym TaME mithilfe genveränderter E.Coli Bakterien herzustellen und seine Aktivität zu testen. Da die Produktion scheiterte, wurde das alternative Enzym HtIDH geprüft. Die Resultate zeigen, dass die Genveränderung des Bakterienstamms erfolgreich war. Dennoch gelang die Herstellung von TaME nicht. Die Aktivitätsmessungen von HtIDH zeigten typisches Michaelis Menten Verhalten, jedoch blieb offen, ob es die für den CO2-Bindungszyklus benötigte Carboxylierungsreaktion katalysiert. Die Arbeit zeigt, dass TaME trotz erfolgreicher Genveränderung nicht produziert werden konnte und daher HtIDH untersucht wurde. Dessen Aktivität war messbar, jedoch blieb offen, ob es die nötige Carboxylierungsreaktion katalysiert.
Würdigung:
Hervorragende Arbeit: Levi Worlitschek ist es gelungen, eine komplexe und aktuelle Thematik übersichtlich, klar und stringent abzubilden. Recherchearbeit und Laborarbeit überzeugen.
Die grosse Arbeits und Eigenleistung von Levi Worlitschek wird gut sichtbar. Nach dem ersten «Dämpfer» der ersten Experimentenreihe liess er sich nicht entmutigen und suchte nach neuen Möglichkeiten. Die vielen und zielführenden Schlussfolgerungen und Laborergebnisse überzeugen.
Die vorliegende Maturaarbeit zeichnet sich durch eine methodisch saubere Durchführung und eine tiefgreifende analytische Auseinandersetzung mit der Forschungsfrage aus.