Zusammenfassung:
Narzissmus, Machiavellismus und Psychopathie gehören zur Dunklen Triade. Gabriella untersuchte in ihrer Maturaarbeit, wie man dunkle Persönlichkeitszüge im schulischen Kontext erkennen kann und welche Auswirkungen sie auf das soziale Klima haben. Ihre Fragestellung lautete, wie solche Merkmale den Umgang unter Jugendlichen beeinflussen. Sie formulierte zwei Hypothesen: Jugendliche mit typischen Mustern dunkler Merkmale neigen stärker zu Manipulation; Narzissmus erschwert den sozialen Umgang am stärksten, da er mit starkem Bedürfnis nach Aufmerksamkeit verbunden ist. Methodisch nutzte sie die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring. Die Resultate zeigen, dass dunkle Merkmale den Umgang erheblich prägen, etwa durch Ausnutzen von Freundschaften, Streben nach Status, übersteigertes Anerkennungsbedürfnis, Provokationen und feindselige Äusserungen. Beide Hypothesen werden durch die empirischen Ergebnisse bestätigt. Die Befunde unterstreichen die Relevanz im schulischen Alltag.
Würdigung:
Die Arbeit von Gabriella besticht durch ihre sprachliche Klarheit, die Leseführung, den formalen Aufbau, die saubere Definition von notwendigen Begriffen. Im Weiteren wird das Konzept der «Dunklen Triade» wissenschaftlich sehr umfassend dargestellt. Die unterschiedlichen Aspekte werden nicht nur isoliert beleuchtet, sondern schlüssig miteinander vernetzt. Die inhaltliche Darstellung der verwendeten Methode ist ein weiterer grosser Pluspunkt der Arbeit. Die Umsetzung des wissenschaftlichen Prozesses nach Mayring wird transparent und nachvollziehbar dargestellt und im empirischen Teil der Arbeit konsequent umgesetzt. Durch das Wissen über das Konzept der «Dunklen Triade» wird das Verhalten von Personen im Alltag besser verständlich.