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Fokus Maturaarbeit

Stettler Jana

Poster Stettler Jana

Titel der Maturaarbeit:

Zwischen Authentizität und Pluralität. Das perfomante Maskenspiel in Identität und Autofiktion

Schule:

Kantonsschule Seetal

Betreuer/-in:

Richard Blättel

Kategorie:

Geisteswissenschaften, Literatur und Linguistik (GS, RE, PH, PP, DE, LA und alle Fremdsprachen)

 

Poster: Zum Lesen und Herunterladen

Zusammenfassung: 

Die Arbeit befasst sich mit Authentizität im Kontext von Identität und Autofiktion und untersucht deren gesellschaftliche Bedeutung. Im Mittelpunkt steht eine kritische Auseinandersetzung mit dem Authentizitätsbegriff im Spannungsfeld von Maske, Pluralität und Ironie. In einer kunst- und gesellschaftstheoretischen Rahmung wird analysiert, welche Rolle Authentizität, Maskierung und ironische Brechung dabei spielen. Als literarisches Analyseobjekt dient der postmoderne autofiktionale Roman Eurotrash von Christian Kracht, der die vorgängig erarbeiteten Konzepte literarisch bündelt. In ironischer Weise begleitet man den Ich-Erzähler auf eine absurde Reise durch die Schweiz mit seiner psychisch instabilen Mutter. Die verschwimmende Grenze zwischen autobiografischer Wahrheit und literarischer Inszenierung eröffnet eine neue Reflexion des Authentizitätsbegriffs. Die Resultate zeigen, dass Authentizität in einer pluralen Gesellschaft stets im Sinne der Ambiguitätstoleranz gedacht werden muss.

 

Würdigung: 

Die Maturaarbeit von Jana Stettler ist kulturwissenschaftlich ausgerichtet und unterzieht das gesellschaftliche Phänomen der Authentizität einer differenzierten Kulturanalyse, wobei soziologische und philosophische Aspekte einbezogen werden. Im Zentrum stehen verschiedene Konzeptionen von Identität, die entlang einer klaren Kapitelstruktur entfaltet werden: «Ich bin authentisch», «Ich bin maskiert», «Ich bin ironisch» und «Ich bin ambig». Die Ambiguität bildet dabei den Zugang zur Analyse der autofiktionalen Spielform von Christian Krachts Roman Eurotrash. In der Synthese entsteht eine eindrückliche Perspektivierung von Identität zwischen Authentizität und Pluralität. Der Gedanke des Maskenspiels unterstreicht den ästhetischen Anspruch dieser vielschichtigen Arbeit.