Zusammenfassung:
Die Arbeit untersucht ein Brandereignis um 1800 in Schwyz. Der Fokus liegt auf dem Umgang mit der Naturkatastrophe: Der Autor J. Zeindler stellt das Ereignis vollständig dar, vom ersten Alarm bis hin zu den Löscharbeiten, den Hilfeleistungen anderer Gemeinden bzw. Kantone sowie dem diesbezüglich Schriftverkehr der Munizipalität Schwyz. Dabei vertieft der Autor relevante Meilensteine des Ereignisses, wie beispielsweise die Organisation der Löscharbeiten oder die Koordination der Hilfsleistungen (z.B. die Verpflegung der Löschkräfte) gewinnbringend und arbeitet die Rolle der Munizipalität Schwyz sowie einzelner Schlüsselpersonen heraus.
J. Zeindler hat dazu einen bisher kaum ausgewerteten Quellenbestand des Staatsarchivs Schwyz erschlossen und die wesentlichen Erkenntnisse aus demselben abgeleitet.
Würdigung:
Die Arbeit beruht auf reichhaltigem, bisher weitgehend unveröffentlichtem und unausgewertetem Material. J. Zeindler ist es gelungen, die anspruchsvollen Quellen systematisch zu analysieren und daraus eine überzeugende und kohärente Interpretation zu entwickeln. Die Arbeit zeigt beispielhaft auf, wie die Katastrophenhilfe um 1800 bei einem Ereignis von regionaler Bedeutung erfolgte. Insbesondere wird deutlich, wie die entsprechenden regionalen Netzwerke aktiviert werden konnten. Eine Veröffentlichung der Arbeit in verkürzter Form ist in den Mitteilungen des Historischen Vereins des Kantons Schwyz für 2026 geplant, was die fachliche Qualität der Arbeit unterstreicht.