Projekt „Fokus Maturaarbeit“ fokusmaturaarbeit.lu. ch

Netzer Isabelle

Poster Fokus Maturaarbeit 2020

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Titel der Maturaarbeit:
Analyse und Herstellung eines magischen Lippenstifts
 
Schule:
Kantonsschule Alpenquai Luzern

Betreuer/-in:
Antognoli Franco
 
Kategorie:
Naturwissenschaften

Poster:
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Zusammenfassung:
Das Thema dieser Arbeit sind «magische» Lippenstifte, deren Ausgangsfarbe beim Auftragen auf die Lippe zu Rot wechselt. Das Ziel dieser Arbeit war es, magische Lippenstifte zu analysieren und anschliessend selbst herzustellen. 
Dabei stellten sich einige grundlegende Fragen bezüglich des im Lippenstift verwendeten Farbstoffs und dessen Aufbaus. 
Mittels verschiedener Experimente wurde gezeigt, dass als Farbstoff Phloxin B in den analysierten Lippenstiften enthalten, aber nicht für seine Ausgangsfarbe (z. B. Grün) verantwortlich ist, sondern von einer weissen Form in eine rote übergeht. 
Zustande kommt dieser Farbwechsel durch die pH-Veränderung der Umgebung des Lippenstifts beim Auftragen auf die Lippen. 
Phloxin B konnte von der im Handel erhältlichen roten in die weisse Form umgewandelt werden, was die anschliessende Herstellung eines magischen Lippenstifts unter Austestung verschiedener Rezepturen ermöglichte. Es wurden als Endprodukte magische Lippenstifte mit dem Eigennamen «change-a-belle» erfolgreich in verschiedenen Farben hergestellt.

Würdigung:
Ein Souvenir aus Marokko, welches Isabelle Netzer faszinierte, eröffnet eine chemische Welt, die sie für sich und auch für interessierte Leserinnen und Leser spannend erschliesst. Die Neugier, das Geheimnis der wechselnden Farbe eines Lippenstiftes beim Auftragen zu ergründen und ihr akribisches und ausdauerndes Vorgehen, einen haltbaren, farbwechselnden Lippenstift zu kreieren, führten zu einer ausgezeichneten Arbeit. Die Maturaarbeit ist für mich ein gelungenes Beispiel, wie wachsame Präsenz zu einer wissenschaftlichen Arbeit führen kann, wenn die richtigen Fragen gestellt werden. Die Arbeit ist für mich auch ein ausgezeichnetes Lehrstück, wie grosse Fragen systematisch in kleinere Schritte aufgeteilt werden, um diese dann einzeln wissenschaftlich, empirisch zu klären. 
In diesem Prozess vermochte Isabelle Netzer auch die gezogenen Schlussfolgerungen folgerichtig für die nächsten Schritte einzubeziehen und in einer Konklusion eine schlüssige Antwort auf die eingangs gestellte Frage zu finden. Zuerst gelang es Isabelle Netzer, den für den beschriebenen Effekt zuständigen Farbstoff eindeutig zu identifizieren und den Mechanismus sowie die Grenzbedingungen des Farbwechsels zu klären. Den Farbstoff musste sie auch synthetisieren, bevor sie ihn in eine eigenentwickelte Grundrezeptur für Lippenstifte einarbeiten konnte. Die aufgetretenen Stabilitätsprobleme bei den ersten Rezepturen waren unerwartet und spornten Isabelle Netzer an, die Ursache zu verstehen und mit dieser Erkenntnis das Problem zu lösen: change-a-belle ist ein gelungenes Produkt, in jeder Hinsicht!
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